Sinn oder Unsinn – Mitarbeiter Befragung?

Mitarbeiter Befragung

Unabhängig von dem betrieblichen Gesundheitsmanagement ist die regelmäßige Mitarbeiter Befragung ein wichtiges Instrument. Durch diese sind, wenn regelmäßig durchgeführt, betriebliche Kennzahlen mit zeitnahen Fakten zu belegen. Allerdings und dies ist zwingend erforderlich, sind diese den Mitarbeitern vorab rechtzeitig anzukündigen.

Offenlegung der Gründe

Die Ankündigung der Befragung sollte allerdings auch die Beweggründe benennen. Somit ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter eher diese Befragung den Tatsachen entsprechend beantworten werden. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym. 

Gestaltung des Fragebogens

Der Fragebogen ist klar und unmißverständlich strukturiert. Persönlichkeitsfragen sind, wenn die Anzahl der zu befragenden Personen mindestens  5 pro Abteilung beträgt, aufgeteilt

  • nach Geschlecht, Altersstruktur, Betriebszugehörigkeit zu stellen. Ebenso nach
  • Tätigkeitsmerkmalen wie stehende, sitzende, körperlich anstrengend Tätigkeit.
  • Arbeitszeiten, Arbeitszeitmodelle wie zum Beispiel Schichtdienst, Teilzeit, Home Office.
  • Dauer der Anfahrt zum Arbeitsplatz und Verkehrsaufkommen.
  • Vereinbarkeit von Arbeitsplatz und Familie. Dies ist besonders wichtig, wenn die weibliche aber auch männliche Belegschaft aufgrund der Altersstruktur, gleichzeitig das Thema Kindererziehung zu regeln haben.

Verhaltensprävention und Verhältnisprävention

Beide, Verhalten und Verhältnis sind wichtige Bestandteile der zu ermittelnden Fakten.

  •  Verhaltensprävention: Diese ermittelt das  Verhalten aller Beschäftigten, Führungskräften und Firmeninhaber. Wie ist es um die zwischenmenschliche Kommunikation im Betrieb bestellt? Werden Arbeitsaufträge klar benannt? Sind die Anweisungen unmissverständlich?  Ist das Betriebsklima für alle Beschäftigten gleichbleibend gut? Fließen wichtige Informationen nicht einseitig von oben nach unten? Sind die Arbeitnehmer in den Produktions- oder administrativen Prozess in jeder Phase einbezogen.
  • Verhältnisprävention: Hier werden Fragen über die Gestaltung der Arbeitsplätze gestellt. Nachzufragen sind hier Lärm-, Geruch-, Licht-, Luft- und Arbeitssicherheit. Wichtig auch, werden die Arbeitsaufträge konzentriert erledigt? Immer mehr ist heute auch die Erwartungen der Erreichbarkeit von Wichtigkeit. Werden die Arbeitnehmer nach Dienstschluss angebunden an Handy- und telefonische Rufbereitschaft? Werden vereinbarte Arbeitszeiten von beiden Seiten eingehalten. Des weiteren die Möglichkeit der Verpflegung. Sind die Arbeitnehmer mit der gebotenen Verpflegung vor Ort zufrieden.

Arbeitsschutz und Wiedereingliederung nach Krankheit

können ebenso Bestandteil einer Mitarbeiter Befragung sein. Diese sind zwar Teil der Verhaltens- und Verhältnisprävention. Dennoch diese Frage können besonders aufgeführt werden. Dies zeigt den Beschäftigten die Fürsorge Ihres Arbeitgebers auf.

Ermittlung der Auswertung – Mitarbeiter Information

Die ermittelnden Ergebnisse der Zahlen und die Analyse derer sind in einer firmeninternen Mitteilung der Belegschaft mitzuteilen. Ebenso nach deren Bearbeitung die daraus resultierenden Maßnahmen. Übrigens, auch diese Maßnahmen Wünsche können im Fragebogen gestellt werden. Somit ist ein Mit- und Füreinander von Anfang an im „Wort! Je kompakter der Fragenkatalog nach dem Motto,“ in der Kürze liegt die Würze,“ desto größer ist oftmals die Beteiligung. Werden Umfragen regelmäßige durchgeführt, können Frage kurz und knapp gestellt sein. Diese unmißverständlich klar formuliert. Regelmäßig in den betrieblichen Alltag integriert führt diese Befragung zu einem gewachsenen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Die Firmenphilosophie: „Mit- und Füreinander, ist somit keine leere Worthülse!“

Im nächsten BGM Blog….das Thema: Ermittlung von Maßnahmen. Ich freue mich über Ihre Kommentare, denn dieser Blog lebt von Ihren Anregungen. Danke!

Helga Charlotte Kelch – externe betriebliche Gesundheitsmanagerin, Aktive Gesunde Lebensgestaltung.