Sekundäre Pflanzenstoffe: Polyphenole

Polyphenole – farbenfrohe Helfer

Zu den Polyphenolen gehören Flavonoide und Phenolsäuren. Diese unterstützen wie alle anderen sekundären  Pflanzenstoffe unser Immunsystem. Sie locken an und wehren ab. Draussen in der Natur werden dadurch Pilze, Schnecken, Raupen und Mikroben abgewehrt. Die Farben reifer Früchte locken an. Gerb-, Bitter- und  Scharfstoffe wehren ab.

Flavonoide – Lockmittel

Flavonoide sind pflanzliche Lockmittel für deren Fortbestehen. Sie sichern damit ihre Vermehrung. Denn die kräftigen Blütenfarben z.B. gelb – Flavone oder blaurot-violett – Anthocyane locken Insekten an. Vögel und Säugetiere fressen die bunten Früchte und scheiden anschließend die Samen aus. Somit ist eine Vermehrung der Pflanzen gesichert.

Phenolsäuren – Schutzfunktion vor Bakterien

Sie sind meist in der äußeren Schichten der Pflanzen enthalten. Ihre Wirkstoffe schützen diese dann vor dem Befall mit Bakterien und deren Schädigung. Daher ist wichtig, diese gut gereinigt ungeschält zu verzehren.

Die menschliche Mikrobiota.

Die menschliche Darm-Mikrobiota ist schon seit Urzeiten darauf trainiert die Phenolverbindungen der Pflanzen unschädlich zu machen. Dies geschieht, da zum Teil die Darmbakterien diese Verbindungen verändern. Dadurch können diese letztendlich die Darmwand passieren. Andere wiederum werden nicht resorbiert.

Phenolsäuren – regen den Entgiftungsmechanismus an

Sie kurbeln den Stoffwechsel an. Schädliche Stoffe werden ausgeschieden. Gesundheit und Wohlbefinden gefördert. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass es äußerst wichtig ist, Phenolsäuren im natürlich Verbund zu essen. Dies sagt aus, dass der Verzehr von Obst und Gemüse weitaus mehr gesunde Aspekte aufweist, als dies Nahrungsergänzungsmittel erreichen können. Denn diese werden durch Vitamine und Spurenelemente in natürlichem Vorkommen in Obst und Gemüse ergänzt in der Wirkkraft.

Radikalenfänger Flavonoide und Phenolverbindungen

Ihre antioxidative Wirkung verhindert Sauerstoffschäden. Das Vorkommen in den Außenschichten von Obst und Gemüse baut somit einen Schutzwall gegenüber freien Sauerstoffradikalen auf. Nutznießer davon sind die Pflanzen und bei täglichem Verzehr auch der Mensch. Von allen sekundären Pflanzenstoffen sind die Falvonoide und Phenolverbindungen am häufigsten vertreten. Dies heißt, dass diese praktisch in allen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.

Wirkkraft – Thema Prävention und Therapiebegleitung

Es sollte schon eine Selbstverständlichkeit sein, täglich 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse zu essen! Dennoch hier nochmals ausdrücklich mein Hinweis. Bereichern Sie Ihren Speisezettel, regional, saisonal und möglichst frisch – täglich durch Obst und Gemüse.

Denn Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern der Zustand des vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens. WHO 1948 

und hierfür ist erforderlichen, dass Sie Ihre Gesundheit in dem Bewusstsein:

aktive gesunde Lebensgestaltung ist die Bereitschaft, eigenverantwortlich sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.   Helga Charlotte Kelch 

gestalten. Es ist Ihr Körper, Sie gehen Ihr Leben lang mit sich selbst in Ihren Schuhen, spazieren. Ob SIE sich wohlfühlen, obliegt Ihrer Verantwortlichkeit.

Vorbeugend und begleitend bei:

  • Arteriosklerose
  • Krebs
  • grauem Star
  • Schutz vor Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • Thrombosen
  • Schutz vor Bakterien- und Viren

besonders die

  • Ellagsäure hilft wirksam vor Oxidationsschäden. Vorkommend in Walnüssen, Weintrauben und roten Beeren.
  • Katechin im grünen und schwarzen Tee enthalten, wirkt vor allem im Bereich Blutgerinnsel, befreiend. Ebenso dagegen wirksam sind die Flavonoide der Zitrusfrüchte.
  • Quercetin, besonders vorkommend in gelben Zwiebeln und Grünkohl
  • Tangeritin und Nobilein enthalten in den Zitrusfrüchten

Interessantes aus der Forschung:

Schwarzer und auch grüner Tee sind gute Vorbeugungsmittel gegen Grippe. So haben die Forschungen ergeben, dass Katechine aus diesen Tees verhindern, dass Grippeviren in die Zelle eindringen können. Der Saft der Cranberries wird schon lange von der alternativen Medizin verwandt. Mit diesem wird verhindert, dass pathogene Bakterien die Harnwege besiedeln. Aufmerksam wurde die alternative Medizin auf diese Wirkweise, da die Früchte auch nach Monaten nicht am Strauch verfaulen.

Gesundheitstips

Flavonoide sind farbig. Daher sind diese am meisten in den buntesten Obst- und Gemüsesorten enthalten. Deshalb sind Sie durch den Verzehr von Obst- und Gemüsesorten in jeglicher Farbenvielfalt auf der sicheren Seite:

  • rote Zwiebel enthalten mehr als weiße
  • dunkelgelbe, rote reife Äpfel mehr als hellgelbe
  • reife rote Tomaten mehr als halbreife helle Tomaten
  • rote Orangen und Grapefruit mehr als blasse gelbliche
  • dunkelgrüner Salat mehr als hellgrüner
  • blaue Weintrauben mehr als hellgrüne
  • Essen Sie, wenn möglich alles Obst und Gemüse, gut gereinigt mit Schale.
  • Blanchiertes oder Gedünstetes ist reichhaltiger als „Tod Gekochtes!“ Dennoch sollten Sie mit wenig Wasser dünsten, da flavonoidreiches Gemüse und Obst leicht die Inhaltsstoffe ins Hochwasser abgeben. Das Kochwasser können Sie anschließend zur weiteren Zubereitung Ihre Speisen verwenden.
  • Polyphenole sind hitzestabil. Im Gegenteil, manche Polyphenole erhöhen Ihre Wirkkraft durch Erhitzen. So z. B.  erwirken Sie durch das Kochen von  Tomaten eine höhere Wirksamkeit.
  • Vollkorn Getreide ist auf jeden Fall einem Weißmehl vorzuziehen.

Polyphenole sind reichhaltig u.a. enthalten in:

Apfel, Aprikose, Brombeeren, Erdbeeren, Grapefruit, Hagebutte, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Orangen,  Pflaumen, Preiselbeeren, Weintrauben, Zitrone

Frühlingszwiebel, grüne Bohnen, Brokkoli, Eichblattsalat, Endivie, Erbsen, Grünkohl, Karotten, Kopfsalat, Lollo Rosso, Paprika, Rotkohl, Spargel, Tomaten,  Zwiebeln, Weizenvollkorn, Soja, grüner und schwarzer Tee, Nüsse, Walnuss. 

Lesen Sie hierzu mehr in meinen laufenden Artikeln in facebook: Aktive Gesunde Lebensgestaltung@Kelch.der Gesundheit……hier speziell „Rezeptfreies“.

Teile dieses Blogs wurden von mir in dem Buch: Bioaktive Substanzen – Die Gesundmacher in unserer Nahrung, Autorin Regina Naumann, nachgelesen.

Ich wünsche Ihnen sonnige, wunderschöne Sommertage. Bitte denken Sie daran, SIE sind der Bewahrer Ihrer Gesundheit. Helga Charlotte Kelch 

PS.: Ich freue mich, wenn Sie bei Fragen sich an mich wenden und mit Ihren Kommentaren Anregungen geben!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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