Lebenslanges Lernen in der Arbeitswelt

Lebenslanges Lernen in der Arbeitswelt

Aufgrund des bereits im vorherigen Blog Artikel genannten demographischen Wandels ist lebenslanges Lernen erforderlich. Diese Tatsache zeichnet sich ab, durch die längere Lebensarbeitszeit, die Wandlung des Arbeitsmarktes, die Schnelllebigkeit der Entwicklungen und dadurch Umwandlung von Arbeitsabläufen

Längere Lebensarbeitszeit

Unter Lebensarbeitszeit versteht man die Summe der Zeiten, welche ein Arbeitnehmer während seines Lebens durch Erwerbsarbeit aufbringt. Gemessen wird diese in Jahren. Sie umfasst die Spanne zwischen der erstmaligen Aufnahme der Erwerbstätigkeit und dem Eintritt in die Regelrenten bzw. den Ruhestand. Diese Lebensarbeitszeit wirkt sich auch auf die Höhe der Altersrente aus. Diese Altersruhegelder werden größtenteils von der jüngeren Generation einbezahlt. Aufgrund des demographischen Wandels, jeder 3. Arbeitnehmer ist ab 2020 älter als 50 Jahre, gerät das Bezahlmodell ins Ungleichgewicht. Daher verlängert u.A. sich die Lebensarbeitszeit. 

Die Wandlung des Arbeitsmarktes

Der Arbeitsmarkt ist einem zunehmenden Wandel unterworfen.

  • Immer mehr Frauen drängen in die Betriebe. Unabhängig von der Tatsache, dass in den Familien Klein-bzw. Schulkinder noch der elterlichen Betreuung bedürfen. Eine der Ursachen hierfür ist das Steigen der Lebensunterhaltungskosten. Das Familieneinkommen durch den Ehemann ist oftmals nicht mehr ausreichend um die Lebensaufwendungen zu bedienen.
  • Die Ausbildungszeiten in Schulen und Universitäten dauern länger. Dies führt dazu, dass Arbeitnehmer immer häufiger 28 – 30 Jahre alt sind beim Ersteintritt ins Erwerbsleben.
  • So treffen im Berufsleben zwei unterschiedlich vorgehende Arbeitnehmer aufeinander. Auf der einen Seite der junge Arbeitnehmer, mit neuestem Wissen aus Studium, Forschung und dessen Anwendung. Dem gegenüber der ältere Arbeitnehmer. Hier sind Erfahrungen, erworbenes Unternehmenswissen und Tradition maßgebend für seine Herangehensweise an Arbeitsaufträge.
Schnelllebigkeit der Entwicklungen – dadurch die Umwandlung der Arbeitsabläufe

So führen z.B. Forschungen im Bereich Robotertechnik und deren Elektronik zu einer raschen Umwandlung von Arbeitsprozessen. Rasante technische Entwicklungen erfordern ein rasches Erlernen neuer Techniken und Vorgehensweisen.

Lebenslanges Lernen in der Arbeitswelt 

Aus den geschilderten Gründen ist es dringend erforderlich, dass Arbeitnehmer bereit sind diesen Veränderungsprozessen positiv zu begegnen. Das Schlüsselwort für ein Gelingen ist „Anerkennung!“ Sicherlich ist die Erhöhung der Gehalts- bzw. Lohnbezüge ein wichtiges Instrument. Dennoch bedarf es weitaus mehr um Arbeitnehmer, welche über einen längeren Zeitraum im Erwerbsleben stehen müssen, positiv gestimmt zu erhalten. Schnell wird das mehr an Geld in Vergessenheit geraten bzw. zu einer Selbstverständlichkeit werden. Eine Möglichkeit innerhalb eines Unternehmens eine Zusammengehörigkeit, Verbundenheit zu pflegen ist das gegenseitige gut funktionierende Mit- und Füreinander. Respektvoller Umgang, Achtung und Würdigungen von Person und Leistung in der Zusammenarbeit. Lebenslanges Lernen, das Erschaffen einer Plattform gemeinsamen Wissens unabhängig von Lebensalter und Betriebszugehörigkeit. Hierbei ist ebenso darauf zu achten, dass  Arbeitnehmer weder über-noch unterfordert werden. Wichtige Voraussetzung ist hierfür die Anerkennung sowie die Wahrnehmung der Persönlichkeit des Gegenübers und seiner Fähigkeiten. 

Trainer und Coaches, externe und interne, sollten diese Prozesse begleiten um rechtzeitig reagieren zu können.

Wie dieses lebenslange Lernen im Einzelnen im Unternehmen ausgestattet und durchgeführt werden sollte im kommenden Blog Artikel. 

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Freue mich über Ihre Kommentare und Anregungen, denn diese ergänzen meine Ausführungen. Danke.

 

Ihre Helga Charlotte Kelch

externe betriebliche Gesundheitsmanagerin und Beraterin in der Gesundheitsförderung Bereich Ernährung.

#aktive #gesunde #Lebensgestaltung

 

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