Auf ein Wort ………BGM/BGF – Arbeitszeitmodelle

Arbeitszeitmodelle …..BGM/BGF 

Die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle sind praktische Management Instrumente. Diese sind keine neuzeitliche Entdeckung. Schon seit Jahrzehnten, lange bevor der Ruf nach betrieblichem Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung erklang, fanden diese ihren erfolgreichen Einsatz.

Gleitzeit
Noch aus meiner angestellten Berufstätigkeit kenne ich die Überraschung nach Einführung von Gleitzeiten. Damals wie heute boten/bieten sie die Vorteile einer selbstbestimmten Arbeitszeit. Sie heben den Zwang zum gemeinsamen Beginn und Ende der Arbeit auf. Dadurch können Arbeitnehmer mit langen Anfahrtswegen dem Verkehrsstau entgehen und ohne Stress rechtzeitig zum Arbeitsbeginn anwesend sein. Die Kernarbeitszeit, in welcher eine allgemeine Anwesenheitspflicht besteht, wird von einer Gleitzeit eingerahmt. Vorgegeben sind die tägliche bzw. wöchentliche Arbeitszeiten.

Gleitzeiten sind vor allem in Bürobereichen und weniger in Produktionsbereichen umsetzbar.

Eine Einführung der Gleitzeit ermöglichen das Implementieren von betrieblichen Gesundheitsmanagement- bzw. Gesundheitsförderungsmaßnahmen. Denn außerhalb der Kernzeiten können die Arbeitnehmer/innen sportlichen Aktivitäten nachgehen oder an Schulungen im Bereich Ernährung und gesunde Lebensgestaltung teilnehmen.

Zumindest ist bereits der Weg zur Arbeitsstätte und wieder zurück ohne größeren Zeitdruck und Aufregung zu absolvieren.

Funktionszeit

Die Gleitzeit kann auch einer sogenannte Funktionszeit gewidmet sein. Besonders dann, wenn in bestimmten Arbeitsbereichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Kollegen und Kolleginnen in Arbeitsbereichen sich gegenseitig vertreten und ergänzen. Somit ist ein reibungsloser Ablauf in Urlaubs- und gehäuften Krankheitstagen gesichert. Im normalen Tagesablauf stimmen ansonsten die Mitarbeiter in den davon betroffenen Abteilungen und Arbeitsprozessen selbständig die Arbeitszeiten ab. In diesen Funktionszeiten ist es nicht erforderlich, dass alle Beschäftigten anwesend sind. Daher wird diese Variante nicht in täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeiten sondern in Jahresarbeitszeiten erfasst.

Vorteile für den Arbeitgeber:

  • die Durchführung ist unkompliziert und bedarf eines geringen organisatorischen Aufwands
  • die Fehlzeiten reduzieren sich, da eine höhere Flexibilität möglich ist
  • bei höherem Arbeitsaufwand kann zeitnah reagiert werden.
  • die Beschäftigten sind loyaler zum Betrieb, da diese eine Selbstbestimmung erhalten

Vorteile für die Arbeitnehmer:

  • Einfluss auf die Arbeitszeitgestaltung
  • Bessere Vereinbarkeit von beruflichen und persönlichen Terminen
  • Stressfreier Arbeitsweg
  • Frühaufsteher und Spätaufsteher können ihren Tagesrhythmus anpassen.

Nachteile für den Arbeitgeber/Arbeitnehmer:

  • Es bedarf einer zeitnahen Aufzeichnung. 
  • Bei Schichtdiensten sind genaue Aufzeichnungen dringend erforderlich.
  • Gleitzeiten können nicht in allen Bereichen durchgeführt werden. Dies kann zu Unstimmigkeiten führen.

Aus meiner unselbständigen Tätigkeit haben ich für mich festgestellt, dass die Vorteile gegenüber den Nachteilen überwiegen. Daher ist für mich das Arbeitsgleitzeit Modell eine positive Bereicherung der Arbeitswelt. Die Beschäftigten haben somit eine Möglichkeit an Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Gesundheitsförderung teilzunehmen.

Weitere Arbeitszeitmodelle in den nachfolgenden Blog Artikeln. 

Helga Charlotte Kelch

https://www.facebook.Präventionsmanager/BGM.Kelch@BGMimUnternehmen

externe Gesundheitsmanagerin und Gesundheitsförderin in den Bereich Gesundheit, Ernährung und Lebensgestaltung.

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