Auf ein Wort ……..BGM/BGF – Arbeitszeitmodelle

Arbeitszeitmodelle  – BGM/BGF

Vertrauensarbeitszeit 

Bei diesem Arbeitszeitmodell obliegt es jedem Arbeitnehmer weitgehend autonom und selbstverantwortlich seine Arbeitszeit zu gestalten. Hierfür erforderlich sind Zielvereinbarungen, welche erfüllt werden müssen. Die Einhaltung der Vereinbarungen wird von Vorgesetzten nicht kontrolliert. Wann und wie der Beschäftigte arbeitet, bleibt ihm überlassen. Daher ist wichtig, dass der Arbeitnehmer eigenständig das ihm übertragenen Arbeitsgebiet abwickelt.

Vertrauen 

Ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagement und ebenso der betrieblichen Gesundheitsförderung ist das gegenseitige Vertrauen. Am sogenannten runden Tisch treffen sich bereits bei der Planung alle Beteiligte. Sie bringen sich mit Ihrem Wissen und Erfahrungen ein, tauschen sich aus und lassen gemeinsames Interesse wachsen. Dies schweißt zusammen und das Verstehen von Befindlichkeiten wächst. Ein ausgeprägtes Vertrauen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist unbedingte Voraussetzung. Basierend auf vorher festgelegten Zielvereinbarungen ermöglicht es den Führungskräften unabhängig von Arbeitszeitvereinbarungen die Qualität und Menge der durchgeführten Arbeitsschritte zu beurteilen. Die Beschäftigten sollten geschult und/oder erfahren sein in Selbstorganisation. Gestärkt wird dies durch die Bildung von Arbeitsgruppen auch Abteilung- bzw. Arbeitsgebiet übergreifen. Betriebsinterne aber auch Firmen übergreifende Workshops erweitern ebenso den Blick über den eigenen Tellerrand. Besonders geeignet für das Modell der Vertrauensarbeitszeit.

Förderung von Kreativität und Eigenverantwortung

Die Vertrauensarbeitszeit schafft einen Spielraum zur Entwicklung von Eigenkreativität. Geführt an der langen Leine kann jeder Mitarbeiter innerhalb seinen Arbeitsbereiches durch Entwicklung von neuen Arbeitsideen seinen Arbeitsbereich gestalten. Dies im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit und der daraus resultierenden Arbeitsweise. Ein Faktor für erfolgreiches Handeln ist ebenso die Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie der Arbeitsabläufe. Besteht hier die Möglichkeit diese individuell – nach eigenem Planungssystem durchzuführen, steigert dies die Aufmerksamkeit und somit den erfolgreichen Abschluss. Dies ist nur möglich, wenn der Arbeitnehmer keine vorgeschriebenen Zeitfenster hat, sondern die Qualität seiner Arbeit an ihrer Zielerreichung gemessen wird. Meßbar im Vergleich zur Zielvereinbarung.

Vorteile:
  • Die Selbständigkeit der Beschäftigen wird gefördert
  • Gesteigerte Flexibilität
  • Ergebnis-Orientierung 
  • Motivation aller Beschäftigten durch Selbstbestimmung
  • Vertrauen statt Kontrolle 
  • Geringerer Verwaltungsaufwand 
  • Die Beschäftigen erfahren sich als wichtig für das Unternehmen.

Nachteile:

  • Kontrollverlust 
  • mögliche Konflikte betreffend Qualität, Termine und Zeitmanagement
  • Missbrauchspotential und dadurch schlechtes Betriebsklima

Arbeitszeitmodelle erleichtern die Implementierung eines funktionsfähigen betrieblichen Gesundheitsmanagement und eine zeitlich planbare Gesundheitsförderung. 

Daher werden sich die kommenden Bog Beiträge weiterhin mit diesem hilfreichen Instrument die Planung und Implementierung BGM/BGF befassen. 

Ihre Helga Charlotte Kelch – externe betriebliche Gesundheitsmanagerin/Gesundheitsförderin